Was ist der Tod?

Der Tod ist ein Konstrukt des Geistes bzw. des Ichs. Den Tod gibt es nicht. Es gibt ihn ebensowenig wie das Leben: Es gibt Lebendigkeit und es gibt Sterben, die zusammenhängen. Das Zulassen von Lebendigkeit hat viel mit „Loslassen“ und folglich mit Sterben zu tun.

Sterben kann man in jedem Moment tun. Es ist nicht ausschließlich auf den Moment des Zurücklassens des Körpers bezogen. Sterben ist das Loslassen oder Aufgeben von Ideen, von Anhaftung an Dinge, Personen oder Konzepten. Sterben ist das Loslassen von Erstarrtem und ein Sich-Hinwenden zur einer fließenden Lebendigkeit (griechisch πάντα ῥεῖ).

Je mehr man bereits während des Lebens Sterben zugelassen hat, desto leichter fällt es dem Menschen bei der Aufgabe des Körpers am Ende eines Menschenlebens. Sterben ist ein wichtiges Element im Menschsein und oft nehmen sich Menschen viel Zeit (manchmal Jahrzehnte), um langsam zu sterben und den Prozess bewusst in allen Abstufungen zu erleben. Sterben ist das (schrittweise) Aufgeben des Konzepts des Ichs und des Zurückgehens in das Selbst.

Der Prozess des Trauerns

Ein wichtiges emotionales Element von Sterben und Loslassen ist das Trauern, das Verabschieden von Liebgewonnenem, welches dem Menschen eine gewisse Wegstrecke gedient hat und nun gehen möchte, da es nicht mehr aktuell ist. Das Gefühl des Verlustes ist es, was im Trauern angeschaut werden möchte. Trauern schafft Raum für Neues. Was das Neue ist, kann oft erst nach der Trauer(arbeit) gesehen werden.

Texte zum Thema

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