Sieben Wege

Die „sieben Wege der Seele“ (s.u., Quelle) beinhalten bestimmte Eigenschaften, welche jedem Menschen zugänglich sind. Als ich den entsprechenden Abschnitt in dem Buch (s.u.) las, kam mir folgende Idee der Zusammenfassung, welche ich gerne als „affirmatives Gedicht“ teilen möchte:

Du sorgst dich, weil du dich nicht geborgen fühlst.
Du bist gierig nach Wissen, weil du keine Gewissheit hast.
Du bist sprachlos, weil du nicht schweigst.
Du bist symbiotisch, weil du nicht innig bist.
Du spürst Unrast, weil du keinen Antrieb hast.
Du betreibst Kraftmeierei, weil du nicht potent bist.
Du bist pedantisch, weil du nicht angemessen bist.


Hier noch eine alternative Fassung, weil ich nicht weiß, welche mir besser gefällt. (Man kann den Text trotz der Ähnlichkeiten aber gut auch zwei Mal lesen...)


Du sorgst dich, weil du dich nicht geborgen fühlen kannst.
Du bist gierig nach Wissen, weil du keinen Zugang zu Gewissheit hast.
Du bist sprachlos, weil du nicht schweigen kannst.
Du bist symbiotisch, weil du nicht innig sein kannst.
Du spürst Unrast, weil du keinen Zugang zu Antrieb hast.
Du betreibst Kraftmeierei, weil du nicht potent sein kannst.
Du bist pedantisch, weil du nicht angemessen sein kannst.


Die hier genannten Eigenschaften (z.B. symbiotisch ↔ innig) sind jeweil die Minus- und Pluspole der sieben Wege, auf denen Seelen sich bewegen, wobei wir durch Bewusstheit und Liebe näher zum Pluspol kommen, durch Ängstlichkeit näher zum Minuspol.

Dazu schreibt die Quelle: „Es ist ein Irrtum, zu glauben, die Berührung mit dem Minuspol vermeiden zu können oder dieses Meiden als ein Ziel der Entwicklung anstreben zu sollen.“ (S. 259, s.u.) Ein Satz, der sich sehr tief in mich hineinsenkt, da ich stets auf Optimierung bedacht bin und mir ganz klar wird, dass dies kein „Entwicklungs“-Ziel sein kann, ganz einfach deshalb, weil man bestimmte Dinge nicht „machen“ kann.

Jeder Mensch wird zur den einzelnen, sieben Zeilen eine jeweils schächere oder stärkere Affinität haben. Für mich ist es einfach schön, die inneren Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen, dass ich sowohl zum einen, wie zum anderen Pol einen Zugang habe. An einem Tag mal besser, an einem anderen Tag schlechter...

© 2009 Gordon Axmann. Kreative Zusammenfassung von Gedanken aus: Hasselmann, Varda and Frank Schmolke: Die Seelenfamilie. München, 2001. Seiten 258-273.

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Sieben Bäume (Foto: Lamorna - Fotolia.com)
Sieben Bäume (Foto: Lamorna – Fotolia.com)